Wie viel Eigenkapital braucht man wirklich?

Stand: 20.03.2026 | Lesezeit: ca. 6 Minuten
Geld sparen für den Hauskauf

Die Frage nach dem nötigen Eigenkapital ist für die meisten angehenden Immobilienkäufer die größte Hürde. Banken bewerten das Risiko eines Kredits anhand des eingebrachten Eigenkapitals. Doch wie viel Prozent sind optimal, und was genau zählt eigentlich als Eigenkapital?

Die goldene Regel: 20 Prozent plus Kaufnebenkosten

Finanzexperten und Banken empfehlen traditionell, mindestens 20 Prozent des Kaufpreises sowie die anfallenden Kaufnebenkosten (ca. 10 bis 15 Prozent) aus eigener Tasche zu bezahlen. Wer sich an diese Regel hält, profitiert gleich mehrfach:

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Was zählt überhaupt als Eigenkapital?

Viele Käufer machen den Fehler und denken beim Thema Eigenkapital nur an das Geld auf dem Girokonto. Tatsächlich bewerten Banken aber auch andere Vermögenswerte als Eigenkapitalersatz:

Geht es auch mit weniger?

Ja, in den letzten Jahren ist der Anteil an Baufinanzierungen mit wenig oder ganz ohne Eigenkapital ("100-Prozent-Finanzierung") gewachsen. Dabei leiht Ihnen die Bank den vollen Kaufpreis. Die Kaufnebenkosten müssen Sie jedoch in fast allen Fällen zwingend selbst aufbringen.

Beachten Sie jedoch: Je weniger Eigenkapital Sie einbringen, desto höher ist der Sollzins, da sich die Bank das höhere Risiko bezahlen lässt. Lesen Sie hierzu unseren Spezial-Ratgeber "Baufinanzierung ohne Eigenkapital – Geht das?".

Fazit

Je mehr Eigenkapital, desto günstiger der Kredit. Versuchen Sie zumindest die Kaufnebenkosten (Notar, Steuer, Makler) aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Um die genauen Auswirkungen Ihres vorhandenen Kapitals auf Ihre Zinsen zu prüfen, empfiehlt sich ein unabhängiger Vergleich mehrerer Banken.